

Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, die dadurch verursacht wird, dass das Immunsystem seine eigenen Myelinstrukturen als Antigene akzeptiert und eine Abwehrreaktion entwickelt. Durch den Angriff des Immunsystems auf die eigene Myelinschicht bilden sich im Gehirn und in der Medulla spinalis Bereiche ohne Myelin (demyelinisiert). Diese Bereiche werden aufgrund ihres Auftretens in der kranialen MRT als Plaques bezeichnet. Die Krankheit folgt normalerweise mit Anfällen, und während der Anfälle bilden sich Plaques. Einige dieser Plaques heilen in der Zeit nach dem Anfall ab, einige schrumpfen und einige existieren weiterhin als bleibende Narbe im Gehirn. Wiederholte Angriffe oder schwere Angriffe an derselben Stelle können die Axone unter der Myelinschicht schädigen. Je nach Lage der Plaques können sehr unterschiedliche Symptome im Gehirn und Nervensystem auftreten. Symptome können in allen Funktionsbereichen des Gehirns auftreten, wie z. B. Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen, Kraftverlust in Armen oder Beinen, Schluckstörungen, sexuelle Funktionsstörungen.
Die Krankheit tritt normalerweise bei Teenagern und Kindern auf. Die Wahrscheinlichkeit, nach dem mittleren Alter gesehen zu werden, ist ziemlich gering. Genetische Veranlagung, niedriger Vitamin-D-Spiegel, weibliches Geschlecht, Fettleibigkeit im Jugendalter, Leben in Nordeuropa, übermäßiger Alkohol- und Koffeinkonsum, einige Infektionskrankheiten gelten als Faktoren, die das Ms-Risiko erhöhen. Neurologische Untersuchungen, kraniale, zervikale, dorsale MRT-Untersuchungen und Blutuntersuchungen werden durchgeführt, um die Krankheit zu diagnostizieren. Bei einigen Patienten können Untersuchungsmethoden wie VEP- und SEP- oder LP-Verfahren erforderlich sein, bei denen Liquor cerebrospinalis aus der Taille entnommen und untersucht wird. Es kann erforderlich sein, den Patienten und die Krankheit eine Weile zu verfolgen, damit die Diagnose der Krankheit gestellt werden kann.
Bei der Diagnose der MS-Erkrankung wird auch deren Typ bestimmt. Es wird mit einem Medikament behandelt, das der Art der Erkrankung und den Merkmalen des Patienten entspricht. Während eines Angriffs werden Pulstherapie, immunregulatorische oder immunsuppressive Therapien eingesetzt, um Angriffe zu verhindern. Mit den in den letzten Jahren entwickelten MS-Behandlungen kann die Krankheit besser kontrolliert werden.